Morgen beginnen die Tarifverhandlungen für die ca. 11.000 Beschäftigten der bayerischen Brauwirtschaft. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine Lohnerhöhung von 3,8 % um, wie sie schreibt, „Einkommen zu stärken, aber auch um Beschäftigung zu sichern“.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine Lohnerhöhung von 3,8 % im Gesamtvolumen bei einer tarifvertraglichen Laufzeit von 12 Monaten. Für die Brauereien in München und dessen Umland erwartet sie eine überproportionale Erhöhung der Zulage. Ausbildungsvergütungen sollen um EUR 60,00 pro Ausbildungsjahr steigen.

Diese geforderte Tariferhöhung ignoriert nach Ansicht des Bayerischen Brauerbundes, der die Interessen der Arbeitgeber vertritt, die dramatische Situation der Branche. Deren wirtschaftliche Lage hänge ganz entscheidend vom Absatzweg Gastronomie ab – die aber ist bald 5 Monaten geschlossen. Die Umsätze sind eingebrochen: „Die Brauereien schreiben rote Zahlen“. Der Bayerische Brauerbund erklärt gibt zu bedenken, dass, um in der Krise überhaupt Arbeitsplätze erhalten zu können, viele Brauereien bis heute zum Instrument der Kurzarbeit greifen würden. Die Sicherung der Arbeitsplätze darf nach Ansicht des Brauerbundes jetzt durch überzogene Erwartungen an die Gehaltsentwicklung inmitten der schwersten Nachkriegskrise der Brauwirtschaft nicht gefährdet werden.

Der Bayerische Brauerbund erwartet daher für seine Mitgliedsunternehmen, dass die anstehenden Tarifverhandlungen dieser äußerst schwierigen Situation Rechnung tragen müssen.

Quelle: Bayerischer Brauerbund e. V.
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