Luzern: Eichhof wird zur Stadtbrauerei

Heineken Schweiz investiert einen zweistelligen Millionenbetrag am Standort Luzern. Auf dem 38.000 Quadratmeter großen Areals der Brauerei Eichhof, dem Sitz des Unternehmens, entsteht eine neue, vollwertige „Stadtbrauerei“. Nicht nur das Eichhof-Sortiment soll dort gebraut werden, sondern auch limitierte und saisonale Spezialitäten. Größere Produktionsvolumen entstehen künftig zum Teil am Standort Chur. Zeitgleich werden der Hauptsitz und die Büroarbeitsplätze der Mitarbeitenden modernisiert. Eine Inbetriebnahme ist für 2030 geplant. 

Die Städte Luzern und Kriens sowie der Regionalverband LuzernPlus haben mit Heineken eine Absichtserklärung unterzeichnet: Aus den frei werdenden Flächen soll ein Wohn- und Lebensquartier werden. „Eichhof gehört zu Luzern, und das soll auch in Zukunft so bleiben. Deshalb investieren wir in eine neue, vollwertige Brauerei und unseren Hauptsitz in Luzern. Wir sind stolz darauf, dieses spannende neue Kapitel für Eichhof im Dialog mit Luzern und Kriens zu gestalten, sagt Marc Moser, Country Manager von Heineken Schweiz.

Rückblende

2008 übernahm Heineken die Brauerei Eichhof. Rund 15.500 Menschen unterschrieben gegen den Verkauf, die Hauptaktionäre stimmten zu. 2013 verlegte Heineken die Flaschenabfüllung von Luzern zur Schwesterbrauerei Calanda nach Chur. Auf einem Teil des Geländes ist mit „Eichhof West" bereits ein Wohn- und Gewerbequartier entstanden.

Parallelen 

In Villach in Kärnten ging die österreichische Heineken-Tochter Brau Union ähnlich vor. Aus der Villacher Brauerei wurde die Villacher Stadtbrauerei. Ist das Zufall? Oder Methode? 

 

Quelle: Heineken Switzerland
Foto: Brauerei Eichhof @ Instagram, Screenshot vom 27.08.2026

Kommentare

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Ralph D. • 2 tage vor
Ich als Baden-Württemberger bin auch gespannt, wie dieses Experiment ausgeht. Zumindest werden gute, innerstädtische Flächen vernünftig weiter verwertet, während die Brauerei modernisiert und wohl verkleinert weitermacht. Sowas hätte ich mir auch für die Eichbaum-Brauerei in Mannheim gewünscht, ggf. sogar unter einem Grossinvestor wie Heineken oder InBev . Letztendlich macht es doch Aldi und Lidl mit ihren Supermärkten genauso. „Unten“ wird verkauft, während oben Wohnungen und Kindergärten gebaut werden.
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hopfenheld68 • 4 tage vor
Mmh, weiß nicht was ich davon halten soll?🤔
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DonRi • 4 tage vor
Kalkül der Giganten, so kauft man sich regionalität ein...
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BassMoBill • 4 tage vor
Sehr erfreuliche Neuigkeiten. Insbesondere den Fokus auf regionale und saisonale. Spezialität finde ich spannend. Auch die Idee hier mit der Stadt zusammen zu arbeiten und gleich Wohneinheiten zu planen, ist der richtige Gesamtheit liche Ansatz. Wieder mal ein typisches Beispiel dafür, dass die Schweizer es richtig machen oder gar nicht.
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hauckke • 4 tage vor
Ist dies das Image, das wir Schweizer immer noch haben? 😉 Auch bei uns isr nicht immer alles Gold, was glänzt.
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Uri Mutz • 3 tage vor
Ich würde Heineken nicht gerade als „die Schweizer“ bezeichnen: es ist immer noch ein internationaler Bierkonzern, welcher Industriebier als Massenware herstellt. Ich bin gespannt, ob sie nun wirklich auch noch für uns Craft Beer Geeks trinkbare Biere produzieren werden. Wir lassen es euch via Bewertungen wissen.
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