Regionale Brauereien investieren

Die privaten, regionalen Mittelstandsbrauereien in Deutschland senden ein starkes Signal der Zuversicht und richten den Blick nach vorne. Nach einer repräsentativen Umfrage des Verbandes Private Brauereien kündigen rund 80 % der Mitgliedsbrauereien neue Investitionen in ihre Anlagen und Betriebe für das Jahr 2026 an.

„Der deutsche Biermarkt ist im Wandel, aber gerade die regionalen Privatbrauereien beweisen in schwieriger Zeit, dass sie nah an ihren Kunden und deren Wünschen sind“, erklärt Martin Schimpf, Präsident des Verbandes Private Brauereien Deutschland. „Unsere Mitgliedsbrauereien denken in Generationen und investieren auch in Zukunft in moderne Technik, in ihre Marken und in ein immer vielfältigeres Sortiment.“

Martin Schimpf, Präsident des Verbandes Private Brauereien Deutschland

Dabei setzen die Verbandsmitglieder schon seit langem nicht mehr nur ausschließlich auf klassische Biersorten. Die Herstellung alkoholfreier Erfrischungsgetränke wie Limonaden, von Biermischgetränken wie Radler und einer stetig wachsenden Auswahl alkoholfreier Biersorten nimmt einen immer größeren
Stellenwert ein.

„Vor allem alkoholfreie Biere und alkoholfreie Erfrischungsgetränke verzeichnen ein deutliches Wachstum und kompensieren Absatzverluste im alkoholhaltigen Biersegment, was bei unseren Mitgliedsbetrieben zum Teil dazu führt, dass sie sogar entgegen dem allgemeinen Branchentrend wachsen“, hebt der Präsident des Verbandes Private Brauereien Bayern, Georg Rittmayer, hervor.

Georg Rittmayer, Präsident des Verbandes Private Brauereien Bayern

Folglich blickt der Verband trotz des Ernstes der Lage des deutschen Biermarkts, der im abgelaufenen Jahr 2025 einen Rückgang um 6,0 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, mit Optimismus in die Zukunft. Die mittelständische Brauwirtschaft werde weiterhin mit Leidenschaft, Innovationskraft und regionaler Verbundenheit für Vielfalt in den Bier- und Getränkeregalen sorgen.

„Wer ein Produkt aus einer kleinen, privaten Brauerei kauft, entscheidet sich nicht nur für einen besonderen Geschmack und höchste Qualität, sondern unterstützt damit auch seine Heimatregion, stärkt lokale Arbeitsplätze und hilft dabei, die kulturelle Vielfalt und Tradition seiner Heimat und unserer Braukunst zu bewahren. Und wir sind überzeugt: Die Menschen in Deutschland wollen weiter regionale Biere und Produkte, die mit Herz handwerklich hergestellt werden“, so Georg Rittmayer.

 

 

Text: Private Brauereien Deutschland e.V.
Foto: Claude Piche by Unsplash.com

Kommentare

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harry_o • 1 tag vor
Camba ist da super, jeden Monat eine Brauer Edition, Season Biere, Stammbiere und AF IPA. Top Auswahl. 👍🍻
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Papierflieger • 2 tage vor
Ja, es hat sich was getan in den letzten Jahren. Doch allzugroße Bewegungen bloß nicht. Typisches Gespräch bei uns in Franken: "Bleib mir nur weg mit diesem Craftbier Zeug. Wir sind ne anständige Brauerei." Achja, enden tut es meistens mit: ".....und Reinheitsgebot." Ganz verrückter Vorschlag, einfach mal einen anderen Hopfen nehmen?
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Raiden • 3 tage vor
Kleinserien aber auch einfach Vielfalt allgemein wären für viele lokale Brauereien Meilensteine. Wenn man sieht, dass viele lokale Brauereien nicht mal ein eigenes alkoholfrei haben. Oder ein simples Radler (alkoholfrei). Natürlich darf man auch gerne neben den heimischen Pils, Alt oder Weißbier mal an was anderem probieren. Klar dürfte sein, dass man nur mit einem lokalen Bier keinen Blumentopf mehr gegen die großen Brauereien holt.
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BassMoBill • 4 tage vor
Ich denke dass neben alkoholfreien auch Kleinserien an Bedeutung gewinnen werden. Man sehe sich nur mal die Jahrgangsbiere an, da sind echte Goldstücke dabei.
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