BrewDog startet Verkaufsprozess

Nach hohen Verlusten, Bar-Schließungen und Destillerie-Aus steht der Craftbier-Pionier vor einem Eigentümerwechsel

Der schottische Craftbier-Pionier BrewDog steht vor einem möglichen Eigentümerwechsel. Das Unternehmen hat offiziell einen strukturierten Verkaufsprozess eingeleitet und dafür die Restrukturierungsspezialisten AlixPartners beauftragt.

Wirtschaftlich hatte sich die Lage zuletzt deutlich eingetrübt. 2024 schrieb BrewDog einen Verlust von rund GBP 37 Mio. Seit mehreren Jahren summieren sich die Defizite auf insgesamt rund GBP 148 Mio. Steigende Energie- und Personalkosten sowie ein abgekühlter Craftbier-Markt setzen dem Unternehmen zu.

Erst im vergangenen Monat fiel zudem die Entscheidung, das komplette Spirituosengeschäft einzustellen und die hochmoderne Destillerie in Ellon aufzugeben. Parallel wurden mehrere UK-Bars geschlossen, darunter auch die erste eigene Bar in Aberdeen.

Heute betreibt BrewDog vier große Brauereien: in Ellon (Schottland), im US-Bundesstaat Ohio, in Brisbane (Australien) sowie in Berlin (Deutschland). Zusätzlich gehören weltweit 70+ Bars zum Netzwerk – ein komplexes Geflecht, das im Rahmen des Verkaufsprozesses nun auf den Prüfstand kommt.

Bekannte Sorten wie Punk IPA, Hazy Jane oder Elvis Juice bleiben laut Unternehmen weiterhin verfügbar. Produktion, Lieferketten und Bars laufen derzeit normal weiter.

Für Konsumenten ändert sich kurzfristig nichts im Regal. Doch ob BrewDog als Ganzes verkauft wird oder einzelne Standorte und Geschäftsbereiche neue Eigentümer finden, dürfte die strategische Ausrichtung der Marke künftig deutlich beeinflussen.

Fest steht: Der einstige „Punk“-Rebell des Craftbier-Booms steht vor einem neuen Kapitel. 

BrewDog Brewing
Aberdeenshire, Vereinigtes Königreich
3,6
BrewDog - Punk IPA
IPA 5,40% vol.
3,7
BrewDog - Hazy Jane
New England IPA (NEIPA) 7,20% vol.
3,6
BrewDog - Elvis Juice
American IPA 6,50% vol.
3,4

Kommentare

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sebastian_skoda • 2 std. vor
Bin nach wie vor ein Fan von ihnen, auch wenn all diese Probleme zumindest Anfangs hausgemacht waren. Man hat aus dem Blick verloren wofür man eigentlich mal stand. Bisl abspecken und sich wieder auf seine Herkunft besinnen, das wär eine Idee. Wär schlimm wenn BrewDog an einen Großkonzern wie Heineken fallen würde. Das wäre betreffend der Identität dann ihr Todesurteil.
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madmaxen • 6 std. vor
Der Onlineshop schließt auch demnächst Zuschlagen, wer noch was probieren will.
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bierpilz • 15 std. vor
BrewDog wurde zum McDonald's der Craft Beer Szene. Vergleicht man ein Punk IPA von vor einigen Jahren mit dem aktuellen würde man das ursprüngliche nicht wiedererkennen.
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biergegennazis • 13 std. vor
McDonalds war aber nie besser :D
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sbeiderman • 1 tag vor
Man, das Punk IPA war mein Einstieg ins Beer Tasting. Ich als "Unwissender" denke mir oft, warum muss alles immer größer werden.
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Max (BeerTasting) • 14 std. vor
Das war auch bei mir eines der ersten "Craft"-Biere. Ab und zu kaufe ich es nach wie vor 🍻
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hauckke • 2 std. vor
The beer that started it all!
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muschke2001 • 1 tag vor
Die Biere fand ich trotzdem durchweg gut.
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flo_geyer • 1 tag vor
Na dann ist jetzt schluss mit Hoppy Pride 🤣… scheinbar sind die Communities auf Dauer nicht die richtigen Kunden. Und genauso wie die Absatzzahlen fielen, fiel auch deren Authentizität von Jahr zu Jahr ab.
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Professor Eichstrich • 1 tag vor
Gestern war ich noch zur Brauereiführung in Ellon. Das Thema war nicht Teil des Programms... War ich ja gerade noch rechtzeitig dort
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Bierlappen82 • 1 tag vor
weniger ist manchmal mehr .... schade ist es ohne Frage ... aber die Qualität hat auch zunehmend abgenommen ...
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