Haben Smartphones den Craftbeer-Boom gekillt?

Dass der Craftbier-Boom längst vorbei ist, zumindest im deutschsprachigen Raum, wird kaum jemand bezweifeln. Aber was war die Ursache für diese (Rück-)Entwicklung des Biermarktes in jenen Gefilden? Wir laden herzlich dazu ein, Beiträge zu liefern: Gedanken, Ideen, (kurze) Abhandlungen, Erklärungsversuche. Gleichsam als Initialzündung liefert Old Biersepp (Sepp Wejwar) einen Ansatz, der keine vollständige Erklärung bietet, wohl aber einen Hinweis auf Rahmenbedingungen, die den Rückgang der Vielfalt und das Verschwinden spannender Brauereiprojekte begünstigt haben.

Wir freuen uns auf Eure Beiträge!

Haben Smartphones den Craftbeer-Boom gekillt?

2008 fasste der Verband Österreichischer Brauereien, für den ich das Magazin »bier.pur« als Chefredakteur gestalten durfte, einen folgenschweren Entschluss (der immerhin in der Gründung des Instituts für Bierkultur und der Ausbildungsschiene beerkeeper®, sowie in meiner Ehe mündete): Ich wurde in einen Kurs zum Diplom-Biersommelier geschickt. Wir, knapp 20 TeilnehmerInnen, waren fasziniert von der ungeahnten Komplexität der Bierwelt und den überall neu entstehenden Brauereien, Biertypen, Pairings. Damals zeigte die allgemeine Entwicklung der Intelligenz auch noch nach oben, wie etwa PISA-Studien belegten.

Dann kam 2012. In diesem Jahr eroberten SmartPhones erstmals ein breites Publikum. Von nun an ging’s bergab.

Zunächst einmal mit der Intelligenz. Jüngere Studien zeigen, dass sich der Trend wendete: Nach Jahren des Aufstiegs und der ansteigenden IQ-Zahlen wurden die ProbandInnen auf einmal wieder dümmer. Diese Entwicklung setzt sich bis heute fort.

Die uns steuernden »Kybernetischen Exoparasiten«, wie der slowenische Philosoph Slavoj Žižek unsere ständigen Begleiter SmartPhones nennt, zwingen uns, sie mithilfe ihrer Sucht- und Belohnungsmechanismen unaufhörlich zu bedienen (BEDIENEN!); auf Suchtverhalten zielende Apps zwingen uns zum fortgesetzten Scrollen. Wer sich lieber durch die (bewegt-) Bildwelten fingert, als zu lesen, verliert Knoten im Hirn und somit Denk- und Kreativ-Kapazität. Apropos »Fingern«. Byung-Chul Han hat uns gezeigt, dass wir längst vom Zeitalter des (kraftvollen) Handelns in jenes des (dumben) Fingerns hinübergedriftet und voll im digitalen Zeitalter (Digitus, lat. = Finger) angekommen sind.

Ist Craftbier zu kompliziert?

Was das alles mit Craftbeer zu tun hat? Vielleicht gar nicht so wenig. Die Koinzidenz des Aufkommens der SmartPhones bis hin zu ihrer Omnipräsenz und -potenz mit der Begeisterung für Craftbier im deutschsprachigen Raum war für letzteres unpraktisch. Die enorme Vielfalt der Kreativbiere, alleine die Stilvielfalt, ist selbst für Profis nicht leicht durchschaubar. Sie erfordert viel Aufmerksamkeit, und die wird militant von unseren Exoparasiten inklusive der auf ihnen montierten asozialen Medien beansprucht. So wenig heutzutage Lust besteht, einen längeren komplizierten Text zu lesen, so gering ist das Interesse an komplexen Aromastrukturen, (für Biergaumen) ungewohnten Geschmäckern, ausgefallenen Rohstoffen und Herstellungsverfahren usw.

Geringer Denkwiderstand

Wer interessiert sich schon für bierige Wortklaubereien, wie zum Beispiel für die Frage, wieso viele bernsteinfarbene Ales dennoch mit »Pale Ale« gebrandet werden oder warum »Black IPA« ein Paradoxon ist? Zum durchaus verständlichen Desiderat nach geringem Trinkwiderstand gesellt sich jenes nach geringem Denkwiderstand! Also, bitte, lieber ein Helles, wenn möglich nicht allzu ambitioniert gehopft.

Noch vor ein paar Jahren stießen wir in unseren beerkeeper®-Kursen auf beachtliches Interesse an bierigen Innovationen; (Bier-) GastronomInnen erschien es logisch und notwendig, dass ihr Personal wenigstens eine periphere Ahnung vom Bier und seinen Zutaten, vom Brauprozess und der Bierpflege haben sollte. Davon ist heute kaum noch etwas übrig. Früher immer ausgebuchte Biersommelierkurse und beerkeeper®-Trainings müssen heutzutage mangels TeilnehmerInnen abgesagt werden.

Tabubruch

Erst jüngst hat einer der ganz großen Braukonzerne verkündet: Ein Teil seines Sortiments wird zukünftig mit künstlich aromatisierem Bier bespielt. Ein klarer Tabubruch. Bislang galt es als Leitlinie des Bierbrauens, allerlei Düfte und Geschmäcker, auch ausgefallene, durch kreative Auswahl und Kombination der Grundzutaten Hopfen und Malz sowie durch den klugen Einsatz wohlerzogener Hefestämme zu erzielen. Ein anachronistischer, aber umso begüßenswerterer Ehrgeiz der BraumeisterInnen. Es galt als viel zu simpel, Maracujanoten mittels Maracujaflavour-Konzentrat ins Bier zu bringen; man versuchte sein Glück mittels besonderer Hopfensorten im Verein mit der richtigen Hefe und einer geschickten Gärführung etc. Und jetzt? Hat der machtvolle marktdominante Konzern einmal damit angefangen, werden da auch so manche Mittelständler nachziehen?

Der Aufschrei der PuristInnen ist jedenfalls ausgeblieben, wir haben nicht einmal ein Murren vernommen. Und in der Biergastro rückt an die Stelle der Tasting Trays samt fachlich fundierter Erklärung wieder die Selbstverständlichkeit, einfach »ein Bier« zu servieren, wenn jemand »ein Bier« bestellt.

Lässt sich das smartphonebedingte Nachlassen der Lust, komplexe Inhalte zu kommunizieren oder zu konsumieren, auch auf das (Craft-)Bier übertragen? Ob der Craftbier-Boom in unseren Breiten zum falschen Zeitpunkt eingesetzt hat und somit ohne Chance auf dauerhaften Impact blieb? Die Antworten überlasse ich jenen unter meinen LeserInnen, die noch Lust zum Denken haben. Aber: Wenn diese Denkfigur zutrifft, wenn die SmartPhones den Craftbeer-Boom gekillt haben, dann gibt ihm die KI jetzt den Rest.



Autor: Der Biersepp, beerkeeper® [Master Level] und Diplom-Biersommelier.
Visual: wegro communications

Kommentare

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berniebräu • 2 wochen vor
Ich denke, hier kommen mehrere Faktoren zusammen, die hier in den Kommentaren bereits erwähnt wurden. Das größte Problem ist m.E. Dass die Gastronomie nicht mitmacht. Es gibt Pils oder Helles und Weizen und das war es dann.
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Dolll • 2 wochen vor
Ich bin der Meinung das die Smartphones nichts mit dem schwindenden Craftbier Boom zu tun haben. Craftbiere waren und bleiben Nischenbiere(leider), der biertrinkende Deutsche, der nur Bier trinkt um Bier zu trinken, schaut doch im Supermarkt nach Angeboten. Kaum einer greift zu einem Kasten für 25€, schon mal gar nicht zu einem Craftbier zu 2,99€. Ich wohne in der Nähe von Hamburg, wir haben auch einige Craftbiere, werden aber immer weniger, wird halt nicht supported, findest du halt nicht, bis kaum, in den Getränkemärkten, oder Supermärkten. Aggressive Marktstrategien wie von InBev dieses Jahr(Fussball, Wacken) bestimmt doch die Kaufentscheidung für Bier(Kasten Anheuser für 12,99€). Die Leute die in Foren und hier unterwegs sind werden nicht dümmer, wir sind Bierliebhaber die alles testen. Der Bierkonsum, so wie er sich jetzt gestaltet ist natürlich auch ein Gesellschaftliches, wer wenig Geld hat, gibt auch wenig aus, in allen Bereichen des Lebens.
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Max_la_Menace • 3 wochen vor
Etwas das mir in der Craftbier-Szene aufgefallen ist, ist dass es irgendwie nur zwei Extreme gibt, was die Brauereien angeht. So auch schon auf diversen Bierfestivals und in Läden erlebt. Es gibt die ehrlichen Brauer, die einfach nur ihr mit Passion hergestelltes Bier an den Bierfreund bringen wollen und sich darüber freuen, wenn man sich hier oder noch besser direkt vor Ort damit beschäftigt, ins Gespräch kommt etc. Und dann gibt es die Brauereien, die dir für 8€ aufwärts ein kleines Grape Infused Nitro Pineapple Milkshake Brownie Pastry Sour hinstellen. Welcher Konsument bzw. Anfänger mit vielleicht erstem Interesse an dem Thema soll denn verstehen, was damit gemeint ist? In meinem gefühlten Empfinden bin ich bei solchen Brauereien auf wenig bis kein Interesse bei Fragen bzw. Interesse meinerseits interagieren zu wollen, gestoßen. Diese Brauereien sind es aber auch, die sich ihre Rezepte und ihren (teilweise) überhopften IPA-Ausstoß nicht nehmen lassen wollen. Fair, sie produzieren die Biere ja schließlich auch. Dann muss man sich aber auch nicht wundern, dass ein Großteil der Konsumenten keinen Zugang zum Bier finden wird und Craftbier damit weiter als dieses übermäßig bittere Zeug mit irgendwelchen Fruchtnoten abstempeln wird. Erschreckend fand ich beim Besuch eines Bierladens auch Kundschaft, die sich gerühmt hat solche Biere zu trinken, ohne überhaupt wirklich zu wissen bzw. sich damit zu beschäftigen, was dort ins Glas fließt. Wie man an diversen Bierfesten und Tastings sieht, ist das Interesse durchaus da, wenngleich es wohl immer eine Nische bleiben wird. Es ist Aufgabe der Brauer, aus diesem Interesse hochwertige Biere zu machen, hinter denen mehr als nur ein Etikett mit Zutaten und Nährwerten steht (siehe Frankreich und Italien). Was Smartphones angeht teile ich die Meinung einiger Vorredner, dass man sich schnell verleiten lässt, das Denken der Software zu überlassen. Man sollte aber auch nicht außer Acht lassen, dass es ohne Smartphones diese tolle Community in ihrer Form wohl nicht geben würde und dass ich für meinen Teil vermutlich nicht zu dem enthusiastischen Beer Taster geworden wäre, der ich heute bin. Prost 🍻
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scared_bunny • 3 wochen vor
Hauptsächlich die Schere zwischen Arm und Reich, welche weiter auseinandergeht; bzw. Der Mittelstand wird mittlerweile auch immer ärmer, den bei den ärmsten gibt es kaum noch was zu holen. Craftbier ist ein Luxusprodukt. Und das können sich leider viele nicht mehr leisten 😢
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hopfenheld68 • 3 wochen vor
Selbst, wenn die Leute mehr Geld in der Tasche hätten, würde die Masse keinen Cent mehr für kreative Biere ausgeben. Das ist ein grundsätzliches, gesellschaftliches Thema.
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Kosmoko • 3 wochen vor
Ich verstehe dein Argument und es ist auch was Wahres dran, aber ich denke hopfenheld68 trifft es noch besser... Zumindest kann ich das bestätigen, wenn ich mir ansehe, was die Leute kistenweise aus dem Supermarkt karren, wenn's eine Bieraktion gibt... 😵‍💫
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hopfenheld68 • 3 wochen vor
Meiner Ansicht nach, war Corona die Zäsur. Ab da hat sich ein gravierender Wandel eingestellt. Plus die großen Herausforderungen mit denen wir uns seit geraumer Zeit auseinandersetzen müssen. Grundsätzlich ist meine Wahrnehmung, dass Deutschland und der überwiegende Teil der Gesellschaft nicht progressiv ist. Deswegen stehen wir da wo wir uns derzeit befinden. Darüberhinaus wird Bier in Deutschland als Massenprodukt wahrgenommen und entsprechend auch von allen Beteiligten so gelebt. Wer hat denn seit Jahrzehnten die Macht auf dem deutschen Biermarkt. Die großen Unternehmen bzw. Konzerne. In kongenialer Gemeinschaft mit dem LEH und der Mehrheit der Konsumenten. Da laufen die kleinen Unternehmen nur hinterher. Man nennt das, Schwimmen mit dem Strom. Auch ein Grund ist die deutsche „ Arroganz“ bezüglich des Reinheitsgebotes. Wir glauben, deutsches Bier ist das Beste auf der Welt. Erfinder des Reinheitsgebotes. Was gibt es besseres! Das ist alles kleinkariertes und stockkonservatives Denken. Was hierdurch kommuniziert wird ist ausschließlich Folklore. Sonst nichts. Praktisches Beispiel. Sollte auch Sepp Wejwar bekannt sein. Die Bosch Brauerei aus Bad Laasphe hatte auch bis vor einiger Zeit Craft Biere unter dem Label Propeller Biere auf dem Markt. Ein gemeinsames Produkt in Zusammenarbeit mit Sepp Wejwar. Diese Biere sind vom Markt genommen worden. Begründung: zu geringe Nachfrage. Was hat die Brauerei für Ihre Produkte getan? Nichts. Das man solche Produkte nicht nur hinstellen kann und den Konsumenten damit allein lässt, ist doch klar, oder? Gerade in solch einem Land wie Deutschland. Wenn man die Leute nicht abholt braucht man sich auch nicht zu wundern wenn nichts dabei rauskommt. Die kleinen Brauereien wollen mit minimalen Aufwand, maximalen Ertrag. Das funktioniert nicht bei solchen Bieren. Aber so machen sie es ja auch bei traditionellen Standard Bieren. Hier geht es nur um Masse und Folklore. Der Genuss und das Handwerk stehen nicht im Mittelpunkt. Wenn man da wirklich was erreichen will dann braucht es ganz viel Ausdauer und Leidenschaftlich . Das hat von den „ Traditionellen Brauereien“ niemand. Es gibt 2 Lager: auf der einen Seite die Traditionellen und auf der anderen Seite die Kreativen. Leider steht das Bier und das Handwerk nicht im Mittelpunkt. Wenn man es positiv sieht könnte man voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren. Denn eines steht fest. Das Bierhandwerk steht vor immensen Herausforderungen. Ich habe mich entschieden. Mein Schwerpunkt liegt bei den kreativen Brauereien und deren Bieren.
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Kosmoko • 3 wochen vor
Wenn ich könnte, würde ich mehr Daumen hoch geben. Danke.
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aozajgla • 3 wochen vor
Flaschende Kind wie beersepp wie wir übrigen beschreiben aspekte des "problems" wie ein gutes Craftbeer mit jedem schluck und temperatur eine andere Nuance seines Inneren preisgibt. Bei diesem Mort ( nicht subit) genügt cherche la femme nicht, m.E. sollte man der spur des Geldes folgen und bedenken, dass man 60- zig mal was trinken muss, um es als angenehme, zu wollende Gewöhnung, benötigt. Wer kann, unterstütze nach allen Kräften den Erhalt der Bier Diversität, vielleicht gelingt dies bessser, wie der Erhalt der Tierwelt.
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Sir Oliver • 3 wochen vor
Ich glaube, das sich die Struktur unseres Denkens nicht nur mit der Internet- und Smartphone-Ära verändert hat. Da gibt es viele andere Einflüsse. Meiner Meinung nach hat sich unser Leben grundsätzlich verändert, seit aus Teilnehmer TeilnehmerInnen oder aus Proband ProbandInnen wurde. Da hat sich der Fokus wohl verschoben. Ich mag mich natürlich irren. Prost allen BiertrinkerInnen.
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Kosmoko • 3 wochen vor
Interessante These und sicher einige Punkte realistisch zusammengefasst. Das Ende des Craft Beer Booms aber allein dem Siegeszug des Smartphones in die Schuhe zu schieben, greift meiner Meinung nach zu kurz. In den bisherigen Kommentaren wurden schon einige andere, wesentliche Themen angesprochen... Preissensibilität (generell, durch Braukonzerne (und Handelsketten) befeuert) bzw. auch der allgemeinen Situation geschuldet), Craft Brauereien, die sich stark auf eine Nische fokussieren, Hype-Getränke, reduzierter Alkoholkonsum... Ich möchte noch zwei Dinge in den Raum werfen... Meiner Meinung nach ist mittlerweile generell eine gesellschaftliche Tendenz zur Abstumpfung aller Sinne bemerkbar (mit Bezug zum Bier vorrangig Geruch und Geschmack). Ich bin mir nicht sicher, wo die Ursachen dafür liegen, denke aber, dass der hohe, industrielle Verarbeitungsgrad unserer Lebensmittel da mitspielt und wir (als Kollektiv) verlernen, wie bestimmte Lebensmittel riechen bzw. schmecken. Beim zweiten Aspekt möchte ich sogar eine Lanze für das Smartphone brechen. Eine Community für Bierinteressierte wie diese hier (oder auch untappd) wären ohne Smartphones schwer vorstellbar.
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berch • 3 wochen vor
Ich denke, dass viele kleine Craftbeer Brauereien auch deshalb Probleme haben, weil sich 1. der Hype um IPAs so abnutzt wie der um jedes Modegetränk (Hugo, Aperol, etc.). Heute ist es hip, morgen wieder egal. Brauereien, die hier einen Schwerpunkt setzen, haben am deutschen Markt wohl traditionell eine recht geringe Käufermenge zu beackern. Auch ganz ohne Smartphone. Und 2. neigen manche Craftbeerbrauereien dazu, eine extreme Anzahl an Varianten zu produzieren, scheinbar teils nur für einen Sud. Wer sich an und ab mal etwas gönnen möchte, schätzt aber vielleicht auch Verlässlichkeit und Gewohnheit. Was man mochte, möchte man erneut haben, ohne wieder experimentieren zu müssen, denn sind wir ehrlich: Craftbeer heißt ja nicht automatisch "schmeckt mir".
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biergegennazis • 3 wochen vor
2012 gings mit Craftbeer bergab? Meines Erachtens war der Hype bis Anfang 2020 da. Danach kam Covid und immer mehr Weltpolitische Themen, wodurch sich viele Menschen kein teures Craftbeer mehr leisten können oder wollen. Hinzukommt dass Gen Z weniger Alkohol konsumiert und Riesen die Bierpreise für kleine killen.
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SwoBier86 • 3 wochen vor
Sehr gut zusammengefasst. Denn möchte ich zustimmen. Das ist auch meiner Meinung nach der hauptsächliche Grund. Ich würde nur noch die steigenden kosten z.b. Energiekosten oder Personalkosten hinzufügen.
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Henket • 3 wochen vor
Bemerkenswerte Welt/Bieranschsung. Aber künstliche Aromen sollten dann auch von KI konsumiert werden und nicht von uns 250 000 Folowern
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Flaschenkind Inge • 3 wochen vor
Tja, dazu fällt mir nur "maybe" ein. Der geneigte informationsaufsaugende Leser wird, während er sich in deine Ausarbeitung einliest, feststellen, dass deine Aussagen leider auf alle lebenspraktischen Bereiche zutreffenden sind. Das Smartphone killt Intelligenz. Das Smartphone reduziert die Aufmerksamkeitsspanne des Nutzers (mich teils eingeschlossen) und das Überangebot an Informationen sowie die permanente Reizüberflutung macht müde. Ich bin, seit ich Alkohol genießen darf, eher passionierter Bier als Hardalk-Konsument. Die Unterschiede / Feinheiten nahm ich bis vor ein paar Jahren allerdings lediglich unbewusst wahr. Seit jenem Schlüsselmoment meiner Wahrnehmung allerdings intensiver. Bisher fehlt mir allerdings noch viel Grundwissen und die Fähigkeit meine Genussmomente bildhaft in Worte zu fassen. Zack! Schon immens abgeschwächt, weil ich e-schriftlich kommunizieren kann, ohne unterbrochen zu werden. Lange (bierlastige) Rede, kurzer (oder wenig) Sinn, ich denke dass die Menschheit durch die permanente Reizüberflutung gar nicht mehr in der Lage ist, Besonderheiten zu genießen, Nuancen wahrzunehmen und /oder einfach zu genießen. Es geht oft nur darum: Hauptsache billig und es knallt. Das trifft zu auf Genuss (es muss billig sein und nur schmecken), der mehr und mehr egal wird; auf Konsum im Allgemeinen (Hauptsache, es sieht nach Marke aus und hat ein entsprechendes Label) und auch auf die Kommunikation (laut, parolenlastig, prägnant). Mehr zählt leider nicht. Das alles fördern Smartphones, die ich bei intensiven, tiefgründigen Kommunikationsversuchen meines Gegenübers sogleich abstellen kann, wenn ich anderer Meinung bin oder keine Meinung habe oder ich scrolle einfach desinteressiert weiter.
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harry_o • 3 wochen vor
Ich trinke gerne traditionell gemachte Biere, also CraftBeer. Davon lass ich mich auch nicht von irgendwelchen Trends abbringen. Prost 💪👍😎🍻
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noho1967 • 3 wochen vor
Genau so!
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noahstefano • 3 wochen vor
Ein Hoch auf alle Brauereien die sich gegen jeden Trend für komplexe, vielschichtige Biere einsetzen, die wir dann mit dem „Kybernetischen Exoparasiten“ bewerten können 😋🍻
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harry_o • 3 wochen vor
Genau meine Meinung.
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